Golden State Warriors – Oklahoma City Thunder 19.05.2016 03:00

By | Mai 17, 2016
  • Spiel 1: GSW – OKC 102-108
  • Stand: 1-0 Oklahoma City Thunder

Die Oklahoma City Thunder machen da weiter, wo sie mit dem Weiterkommen gegen die San Antonio Spurs aufgehört hatten. So straften sie ihre Kritiker erneut Lügen und gewannen das erste Spiel in ihrer Serie gegen die Golden State Warriors in Golden State mit 108-102 und sorgten damit durchaus für eine kleine Überraschung.

Spieler des Spiels war Russell Westbrook, der vor allem dank seiner überragenden zweiten Halbzeit maßgeblich daran  beteiligt war, dass die Thunder einen 13 Punkte Rückstand  aufholen konnten und das Spiel am Ende für sich entschieden. 27 Punkte, 6 Rebounds, 12 Assists und 7 Steals hatte der Guard am Ende und da Durant (26 Pkt, 10 Reb), Ibaka (11, 11) und Adams (16, 12) ebenfalls gut spielten, reichte es für OKC.

Auf Seiten der Warriors starteten Curry und Thompson gut und als Curry einen seiner Buzzer-Beater zum Ende der ersten Halbzeit traf, war Golden State in einer guten Ausgangslage. Zu viele Ballverluste und schnelle Würfe brachten sie am Ende aber in Hälfte 2 ins Hintertreffen und so ging die Niederlage in Ordnung.

Dabei hatte der amtierende Meister alle Vorteile auf seiner Seite. Verletzungsbedingte Ausfälle gab es nicht und auch Bogut war mit von der Partie. Nach einem ausgeglichenen Start, fanden die Warriors zum Ende des ersten Viertels immer wieder gute Aktionen und vor allem Green, Thompson und Curry drückten dem Spiel ihren Stempel auf.

In Viertel Nummer 2 wurde die Führung dann schnell zweistellig, doch OKC gab nicht auf und verkürzte im Laufe des Viertels noch einmal auf drei Punkte. Doch Durant, Westbrook und Co leisteten sic. kostspielige Turnover und waren für kurze Momente unaufmerksam. Golden State war eiskalt und nutzte diese Schwächen aus. Steph Currys Pull-Up-Dreier sorgte dann für den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit und brachte die Halle beim Stand von 60-47 für Golden State zum Toben.

Die Hausherren häufig freie Wege zum Korb und nutzten ihre Schnelligkeit in den Missmatches aus. Gleichzeitig gingen sie behutsam mit dem Ball um und leisteten sich wenige Ballverluste. OKC wirkte dagegen teilweise unkonzentriert und schenkte viele gute Möglichkeiten her.

Dies sollte sich aber in Halbzeit 2 ändern. Die Warriors vergrößerten ihren Vorsprung zwar noch ein wenig, doch angeführt von Westbrook und Durant war es ein 12-2 Lauf der die Thunder innerhalb von zwei Minuten wieder ins Spiels brachte (66-68, 30. Spielminute). Golden State zog das Tempo aber nochmal an und erneut auf 12 Punkte davon, bevor OKC erneut zurückschlug und zum Ende des dritten Viertels auf 85-88 verkürzte.

Die Bühne für ein spannendes letztes Viertel war also bereitet, doch erstaunlicherweise waren es diesmal die Warriors die nicht ablieferten. Es reihte sich Turnover an Turnover, es wurden viele überhastete Würfe genommen, die nicht reinfielen und bereits nach 3 ½ Minuten hatten die Thunder aus dem Rückstand eine vier Punkte Führung gemacht. Curry und Co. kamen zwar nochmal etwas näher ran, doch am Ende sollte die Führung ausreichen und OKC bewies, dass sie im vierten Viertel auch bestehen können. Am Ende war der 108-102 Sieg also verdient und die Warriors werden sich für Spiel 2 etwas einfallen lassen müssen.

Golden State Warriors – Oklahoma City Thunder Spiel 2

Ein Blick auf die Statistik verrät, dass es für Golden State nicht der beste Tag war. 44% aus dem Feld, darunter 36,7% Dreier und nur 64,7 % ihrer Freiwürfe fanden den Weg in den Korb. Dazu leisteten sie sich 14 Ballverluste, größtenteils in der zweiten Halbzeit und verloren den Kampf unter den Brettern.

Vor allem die Schussauswahl in Halbzeit 2 war dabei nicht gut und so betonten Kerr, Curry und CO., dass man in Hinblick auf Spiel 2 bessere Entscheidungen treffen muss und etwas mehr Ruhe im Spiel braucht. Gleichzeitig war jedoch auch auffällig, dass die Warriors in Halbzeit 1 aufs Tempo drückten und einige Körbe der Thunder nur wenige Sekunden später nach einem Fastbreak aus dem Einwurf beantworten konnten.

Kerr muss mit seinem Team also eine gute Mischung finden, wird seiner Mannschaft aber sicherlich mit auf dem Weg geben, nicht zu wild zu spielen. Die Spieler hingegen blieben entspannt, sagten, dass sie einfach nicht gut trafen und Curry meinte beispielsweise, dass es doch schön ist, dass sie nun beweisen können, wie tough sie sind und zurück kommen müssen.

Die Thunder wissen dies natürlich auch, erwischten aber zugegebenermaßen selbst nicht den besten Tag. Vor allem in Halbzeit 1 machten sie viele Fehler, verschliefen ihre Tranisition-Defense und schenkten den Ball immer wieder her.  Erst in Halbzeit 2 lief es dann besser und dabei profitierten sie nicht nur von Westbrook und Durant, sondern auch von den ordentlichen Leistungen von Ibaka, Adams oder beispielsweise Waiters.

Interessant sicherlich auch die Tatsache, dass Durant und Westbrook alles andere als einen guten Tag aus dem Feld erwischten. Durant traf nämlich nur 10 seiner 30 Würfe und Westbrook nur 7 von 21. Als Mannschaft warfen sie mit 43,8% ähnlich wie Golden State und so wissen Durant und Co. auch, dass sie besser spielen können.

In Spiel Nummer 2 können sich also beide Mannschaften verbessern und vor allem die Coaches sind gefordert, das Videomaterial zu sichten und ihre Teams für das anstehende Spiel neu einzustellen. Während beide die Turnover über das gesamte Spiel gering halten müssen, werden die Warriors an der Schussauswahl arbeiten. Für OKC wird sicherlich gelten die Zone etwas besser dicht zu machen, da die Hausherren vor allem in Halbzeit 1 immer wieder frei durchkamen.

Tipp

Golden States Leistung in Halbzeit 1 war überzeugend. In Halbzeit 2 waren die Thunder dann etwas besser und beide Mannschaften profitierten jeweils vom Einbruch des anderen Teams. Der Druck liegt nun natürlich beim Meister, der seinen Heimvorteil verlor und damit zunächst einen kleinen Nachteil hat. Curry und Co. werden aber heiß auf eine Revanche sein und daher denke ich, dass sie in Spiel 2 eine erneute Niederlage zu verhindern wissen. Stark genug sind sie und ist die Konzentration etwas besser, werden sie ihre Stärken ausspielen und den 1-1 Ausgleich erspielen können.

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