Ranking und Vorschau 03 – Die Southeast Division

By | Oktober 25, 2015

Teil 3 unserer Vorschau. Diesmal im Fokus: die Southeast Division. Veränderungen gab es in einigen Teams und man könnte fast davon ausgehen, dass diese Division am Ende anders aussieht, als noch im vergangenen Jahr.

Teams (Bilanz letzte Saison):

  • Atlanta Hawks 60-22 (38-44)
  • Washington Wizards 46-36 (44-38)
  • Miami Heat 37-45 (54-28)
  • Charlotte Hornets 33-49 (43-39)
  • Orlando Magic 25-57 (23-59)

Orlando Magic

Die letzten Saisons standen für die Orlando Magic im Zeichen des Reduilds. So konnte man die drei schwachen Jahre mit 20, 23 bzw. 25 Siegen auch verkraften, da Geduld eine wichtige Rolle beim Neuaufbau einer Mannschaft spielt. Doch der junge Kern des Teams ist gereift und Fans und Management würden sich natürlich darüber freuen, langsam Fortschritte zu sehen. Gerade in der häufig als schwach betitelten Eastern Conference sind sie nun nicht mehr das aller jüngste Team und wollen daher einen vorsichtigen Blick auf die Playoffs werfen.

Trotzdem bleibt die Tatsache, dass Oladipo, Harris und Vucevic ihre beste Zeit noch vor sich haben offensichtlich. Mit Gordon (23), Fournier (23), Rookie Hezonja (21) oder auch Elfrid Payton (22) hat man weitere talentierte Spieler, die zwar größtenteils schon Erfahrungen gesammelt haben, jedoch sicher noch einige Jahre brauchen. Das Management der Magic machte daher gute Arbeit in der letzten Saison und der Off-Season und tauschte einige Veteranen aus. Verließen mussten die Mannschaft unter anderem Ben Gordon, Willie Green oder auch Luke Ridnour. Als Neuzugänge wurde Spieler präsentiert, die besser in das System der Magic passen und mit ihrer Erfahrung sicher gute Ratschläge für die jungen Magic parat haben: Jason Smith (29), Channing Frye (32) und CJ Watson (31). Mit Shabazz Napier sicherte man sich zudem einen weiteren, jungen Guard, der Oladipo und Payton entlasten wird.

Hauptgrund für den neuen Optimismus sind aber weder die gereiften, jungen Spieler, noch die neuen Veteranen, sondern vielmehr ein Wechsel an der Seitenlinie.

Scott Skiles übernahm nämlich das Kommando und wird versuchen einem Team, welches aus individuell eher schwachen Verteidigern besteht, eine Defensivmentalität und Teamdefense bei zu bringen um einen Grundstein für weitere Erfolge zu legen.

Die letzten Engagements von Skiles bewiesen, dass er dies schaffen kann und so schaut man in Orlando mit Vorfreude auf die kommende Saison.

Minimale Fortschritte waren in den letzten Jahren zu erkennen und nun warten alle auf den ersten, größeren Schritt. Ob die Playoffs tatsächlich drin sind, scheint zu diesem Zeitpunkt eher unwahrscheinlich, doch vielleicht kann dieses Ziel das Team beflügeln.

Mögliche Starting Five:

1 Elfrid Payton

2 Victor Oladipo

3 Tobias Harris

4 Aaron Gordon

5 Nikola Vucevic

Die Bank:

Shabazz Napier, Evan Fournier, CJ Watson, Mario Hezonja, Channing Frye, Andrew Nicholson, Jason Smith, Devyn Marble, Dewaynwe Dedmon, Nnanna Egwu

Charlotte Hornets

Eine enttäuschende Saison liegt hinter den Charlotte Hornets. Nach der Namensänderung vor der letzten Saison hatte man die „Charlotte Hornets“ endlich zurück und mit Lance Stephenson als Go To Guy wollte man in der Saison durchstarten. Der Guard brachte aber nie erhoffte Leistungen und so musste man das Experiment mit dem ehemaligen sechsten Mann der Pacers als gescheitert ansehen.

Stephenson wurde entlassen, doch auch andere Spieler verließen Charlotte in der Hoffnung auf Besserung. Mit Biyombo, Henderson, Maxiell, Mo Williams und Vonleh ist die Liste nicht gerade kurz.

Der Kern des Teams wurde jedoch behalten und Kemba Walker, Al Jefferson und Michael Kidd-Gilchrist sollten entsprechende Unterstützung bekommen.

Mit Nicolas Batum, Tyler Hansbrough, Spencer Hawes, Jeremy Lin oder Jeremy Lamb fand das Management neue Qualität mit der man sich erneut an die Playoffs ran tasten will.

Bevor sie jedoch richtig starten konnten, gab es den ersten Rückschlag im ersten Pre-Season Spiel. Kidd-Gilchrist verletzte sich an der Schulter und wird vermutlich die ganze Saison ausfallen. Damit sind die Hornets das bisher einzige Team, welches auf einen ihrer Starting Five Spieler verzichten muss.

Doch durch die vielen Neuzugänge hofft Coach Clifford die Verletzung auffangen zu können. Batum kann die 3er Position 1 zu 1 übernehmen und so ergeben sich auf der Shooting Guard-Position weitere Optionen. Jeremy Lamb oder Jeremy Lin sind mögliche Optionen und so darf man gespannt sein, wie man in Charlotte mit der Situation umgehen wird.

In der Pre-Season lief es gut und man verlor nur ein Spiel. Jeremy Lin und Rookie Frank Kaminsky konnten dabei in Phasen überzeugen, doch wie viel die Pre-Season tatsächlich über die Klasse des Team aussagt bleibt abzusagen.

Nach der Enttäuschung im letzten Jahr, hofft man aber erneut auf Besserung und darauf wieder in die Playoffs zu rutschen.

Mögliche Starting Five:

1 Kemba Walker

2 Jeremy Lamb

3 Nicolas Batum

4 Cody Zeller

5 Al Jefferson

Die Bank:

Jeremy Lin, Brian Roberts, Troy Daniels, Aaron Harrison, PJ Hairston, Damien Wilkins, Marvin Williams, Spencer Hawes, Frank Kaminsky, Tyler Hansbrough (und mit Glück Michael Kidd-Gilchrist)

Miami Heat

So richtig rund lief es bei Miami im Jahr 1 nach James nicht und so entschloss man sich während der letzten Saison zu einigen Trades. Doch kurz nach der Verpflichtung der Neuzugänge, erhielten die Heat eine Hiobsbotschaft. Bei Chris Bosh wurde ein Blutgerinsel in der Lunge diagnostiziert und die Saison war für ihn gelaufen.

Zu allem Überfluss verpassten die Heat die Playoffs und Wade, Spoelstra und Co. hatten nicht mehr als eine Saison zum Vergessen.

Natürlich ließen sich die Heat nicht zweimal bitten, in der Off-Season den Kader nochmal ein wenig zu verändern um in der kommenden Saison besser aufgestellt zu sein.

Die namhaftesten Opfer der kleinen Umstrukturierung waren Michael Beasley und Shabazz Napier. Als bekannteste Neuzugänge wurden Gerald Green, John Lucas III und Amare Stoudemire präsentiert. Erwähnenswert an dieser Stelle sicher auch der Draftpick Justise Winslow, der für viele Experten einer der besten Rookies des Jahres werden könnte.

Mit dem wieder genesenen Bosh, einem ausgeruhten Wade und dem nun etwas tieferen Kader werden die Heat sicher eine große Rolle in der Eastern Conference spielen können und man darf sich sehr auf eine Mannschaft freuen, die auf Grund des fehlenden Erfolgs im letzten Jahr ein wenig unter dem Radar fliegen wird.

Mit Dragic, Wade, Deng, Bosh und Whiteside hat Miami allerdings eine unfassbar gute Starting Five, die sich vor keinem Team verstecken muss. Auch die Tiefe des Kaders kann sich mit u.a. Chalmers, Green, Winslow, Stoudemire, Andersen, Haslem oder McRoberts sehen lassen.

Natürlich gilt folgendes für jedes Team, doch wenn vor allem die Heat fit bleiben, haben sie eine gute Möglichkeit sich als Jäger Nummer 1 der Cavaliers zu behaupten.

Dazu müssten sie aber zunächst einmal die Division gewinnen, in der sie im letzten Jahr näher an Platz 4, als an Platz 2 dran waren.

Letztlich hat Riley aber seine Hausaufgaben gemacht und Wade ließ in einem Interview verlauten, dass sie hinter James und Co. her sind. Ein weiterer Grund, der die Vorfreude auf die Saison steigen lässt.

Mögliche Starting Five:

1 Goran Dragic

2 Dwyane Wade

3 Luol Deng

4 Chris Bosh

5 Hassan Whiteside

Die Bank:

Mario Chalmers, John Lucas III, Gerade Green, Justise Winslow, James Ennis, Josh McRoberts, Udonis Haslem, Chris Andersen, Amare Stoudemire, Tyler Johnson, Josh Richardson

Washington Wizards

Der Plan des Wizards Managements schien im letzten Jahr aufzugehen und mit der Verpflichtung von Paul Pierce holte man sich den entscheidenden Spieler für die Playoffs. Vor allem dank ihm und seinen viele wichtigen Würfen zum Ende der Spiele, sweepten die Wizards in der ersten Runde die Raptors und machten es auch in der zweiten Runde den Hawks nicht einfach. Am Ende verlor man dann aber doch mit 2-4 und schaffte es wie im Vorjahr „nur“ in Runde 2.

Auf dem Erfolg aufbauen, konnten die Wizards in der Off-Season aber nicht wirklich, da Paul Pierce das Team nach nur einem Jahr wieder verließ um bei seinem Ex-Trainer, Doc Rivers, in Los Angeles anzuheuern.

Natürlich ist dies ein großer Verlust und es darf die Frage gestellt werden, ob Otto Porter bereit dafür ist, den Platz von Pierce einzunehmen. Für einen Konkurrenzkampf auf der Small Forward Position sorgte das Management, denn mit Rookie Kelly Oubre und der Verpflichtung von Jared Dudley, hat man nun einige Optionen um die Small Forward Position zu besetzen.

Pierce war jedoch nicht der einzige Abgang. Rasual Butler, Will Bynum und Kevin Seraphin verließen ebenfalls die Mannschaft und sollen neben Dudley und Oubre, durch die Verpflichtungen von Alan Anderson, Gary Neal oder auch No Names wie Ish Smith, Jaleel Roberts, Josh Harrellson oder Toure Murry aufgefangen werden.

An dieser Stelle dürfen die Wizards jedoch auf keinen Fall auf Paul Pierce reduziert werden. Der Kader kann sich nämlich eigentlich mehr als nur sehen lassen.

John Wall gehört durchaus zu den besten 10, wenn nicht sogar besten 5 Point Guards der Liga und bildet mit Bradley Beal, der auch All-Star Potential besitzt weiterhin einen der gefährlichsten Back Courts der Liga. Nenes Klasse ist auch allgemein bekannt und Dauerbrenner Marcin Gortat hat sich seinen Platz als solider startender Center auch schon lange verdient.

Durch die Neuverpflichtungen kommt etwas Tiefe hinzu und auch wenn der große Name in der Off-Season ausblieb, darf man die Wizards auf keinen Fall unterschätzen. Es scheint als wären sie in der Eastern Conference wieder mal ein sicherer Pick für die Playoffs und sollte die Entwicklung der teils noch jungen Spieler so weiter gehen, ist trotz des ruhigen Sommers vielleicht der nächste Schritt zu erwarten.

Mögliche Starting Five:

1 John Wall

2 Bradley Beal

3 Otto Porter

4 Nene

5 Marcin Gortat

Die Bank:

Ramon Sessions, Alan Anderson, Gary Neal, Martell Webster, Jared Dudley, Kelly Oubre, Drew Gooden, Kris Humphries, DeJuan Blair, Garrett Temple

Atltanta Hawks

Niemand hätte vor der Saison gedacht, dass die Hawks die Eastern Conference mit 60 Siegen dominieren würden, doch Coach Budenholzer machte da weiter, wo er ein Jahr zuvor begann und entwickelte eine unfassbar gut eingespielte Mannschaft, die auch ohne absoluten Top Star die Liga aufmischte.

Die Saison verlief sogar so gut, dass gleich vier Spieler für das All-Star Game nominiert wurden, obwohl es individuell gesehen, sicher bessere Spieler auf den Positionen gegeben hätte.

Verdient waren die Nominierungen aber ohne Frage und nach der tollen Saison gingen die Hawks motiviert in die Playoffs. Doch gleich in Runde 1 tat man sich relativ schwer und trotz der Tatsache, dass man es letztlich bis in die Eastern Conference Finals schaffte, ließ das Team die überzeugenden Leistungen aus der regulären Saison vermissen.

Durch einen Sweep gegen den Cavaliers verlor man die Eastern Conference Finals viel deutlicher als erwartet und eine bis dato tolle Saison nahm ein bitteres Ende.

Doch die Enttäuschung hielt nicht lange, konnte und kann man in Anbetracht eines herausragenden Jahres stolz auf die Entwicklung der Mannschaft sein und mit Zuversicht auf die kommenden Jahre schauen.

Budenholzers Konzept geht also auf und so schaffte er es in seiner Rolle als Präsident auch Paul Millsap zum Verbleib zu überzeugen. Anders sah es da allerdings bei DeMarre Carroll aus. Der Small Forward, der als einziger aus Atlantas Starting Five nicht ins All-Star Game berufen würde, entschied sich gegen die Hawks und wechselte nach Toronto.

Mit Pero Antic, Elton Brand, Austin Daye und John Jenkins wurde der Kader weiter ausgedünnt und Platz für neue Kräfte geschaffen.

Tim Hardaway Jr und Tiago Splitter sind sicherlich die namhaftesten Neuzugänge. Auch Thabo Sefolosha wird der Mannschaft wieder zur Verfügung stehen, nachdem er die Playoffs und zuvor 30 Spiele der regulären Saison verpasste. Er scheint auch die erste Wahl für den frei gewordenen Platz von Carrroll zu sein, doch mit Hardaway Jr und Bazemore rücken junge und motivierte Spieler nach.

Ein weiterer junger und motivierter Spieler der an dieser Stell noch besondere Erwähnung verdient ist Dennis Schröder. Spätestens nach seiner tollen EM wissen auch die Amerikaner, dass der junge Deutsche das Potenzial zu mehr in der NBA hat und seine Entwicklung muss beobachtet werden. Auch wenn Teague derzeit noch klar besser ist, hat Schröder den Anspruch Starter zu werden und für ihn gilt solch große Worte mit Leistungen zu bestätigen.

Am Ende hat sich für Atlanta nicht viel geändert und auch wenn eine erneute 60 Siege Saison eher unwahrscheinlich scheint, bleiben sie nach dem tollen letzten Jahr erstmal der Favorit in der Southeast Division und sicher auch ein Mitfavorit auf den Titel der Eastern Conference.

Mögliche Starting Five:

1 Jeff Teague

2 Kyle Korver

3 Thabo Sefolosha

4 Paul Millsap

5 Al Horford

Die Bank:

Dennis Schröder, Shelvin Mack, Tim Hardaway Jr, Kent Bazemore, Justin Holiday, Mike Scott, Tiago Splitter, Mike Muscala, Walter Taveres, Lamar Patterson

Prognose:

In der Southeast Division wird es mit Sicherheit hoch hergehen. Währen die Heat etwas zu beweisen haben und auch die Wizards nach dem Abgang von Pierce die gute letzte Saison bestätigen wollen, zählen auch für die Hawks nur Siege.

Atlanta ist für mich der Favorit, da sie ihre vier All-Stars halten konnten und auf Grund des überaus guten Coachings stets Antworten parat haben werden.

Dahinter sehe ich Miami auf Platz 2. Die überragende Starting Five wird durch eine tiefe Bank unterstützt, sodass es die Wizards schwer haben werden, hier vorbei zu kommen.

Auf Platz 4 könnten sich die Magic mit etwas Glück platzieren. Natürlich wäre dies ein großer Sprung und gegenüber den Hornets, die eine tolle Pre-Season spielten vielleicht ein wenig unfair. Doch ein neuer Coach wird dem jungen Orlando-Team weitere Möglichkeiten zur Verbesserung geben und so vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgen.

  1. Atlanta Hawks
  2. Miami Heat
  3. Washington Wizards
  4. Orlando Magic
  5. Charlotte Hornets

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