West Conference Finals Warriors-Rockets

By | Mai 18, 2015

Die Paarung der Western Conference Finals steht endlich fest und mit den Golden State Warriors und den Houston Rockets trifft der Tabellenerste der regulären Saison, auf den Tabellenzweiten. So kann man sagen, auch wenn die Entscheidung über den 2. Platz erst am letzten Spieltag fiel, dass sich die beiden besten Teams aus dem Westen in den Entscheidungsspielen um die Finals begegnen.

Besonders interessant wird das Duell sicher dadurch, dass sich die beiden Top-Anwärter auf den MVP-Titel gegenüber stehen. Steph Curry, der die Wahl am Ende deutlich gewann und James Harden, sorgten sowohl in der regulären Saison, aber auch in den Playoffs dafür, dass ihre Teams so gut abschnitten und nun die große Chance auf die Finals haben.

Dabei taten sich Harden und die Rockets aber etwas schwerer, standen sie in Runde 2 bereits mit dem Rücken zu Wand und brauchten sieben Spiele zum Weiterkommen. Golden State hatte es zwar auch deutlich schwerer als noch in Runde 1, doch nach sechs Spielen und einigen klaren Siegen, wurden sie ihrer Favoritenrolle gegen die Grizzlies gerecht und gewannen die entscheidenden Spiele.

Auch in dieser Serie werden die Warriors erneut der Favorit sein. Einerseits konnten sie nämlich insgesamt elf Siege mehr einfahren als die Mannschaft aus Houston. Andererseits spricht aber vor allem der direkte Vergleich aus der regulären Saison eine ganz deutliche Sprache. Hier gewannen die Warriors alle vier Spiele mit jeweils mindestens 11 Punkten Unterschied (98-87, 105-93, 131-106, 126-113). Ob der Sweep in der regulären Saison allerdings etwas zu bedeuten hat ist unklar, fehlte beispielweise Dwight Howard in zwei Spielen und gab es durchaus schon Playoff-Serien, in der sich der Underdog am Ende durchsetzte.

Auch wenn der Hauptaugenmerk letztlich sicher auf das Duell zwischen Curry und Harden geht, so werden auch viele andere Spieler Einfluss auf diese Serie nehmen und so ist einerseits denkbar, dass der bessere Leader die Serie für sein Team entscheidet, andererseits könnten aber auch die Rollenspieler die Entscheidung bringen und so werden beide Mannschaften als Gemeinschaft gefordert sein.

Situation Golden State Warriors (1. Platz: 67 Siege – 15 Niederlagen)

  1. Runde: 4-0 gegen New Orleans Pelicans
  2. Runde: 4-2 gegen Memphis Grizzlies

In Runde 2 starteten die Warriors zunächst besser. Sie gewannen das erste Spiel und wussten aus Conleys Fehlen Profit zu schlagen. In Spiel 2 kehrte der angeschlagene Conley aber zurück, entnervte einerseits Steph Curry und wusste andererseits in der Offensive sein Team so nach vorne zu bringen, dass die Grizzlies zwei Spiele in Folge gewinnen konnten.

Auf Warriors-Seite enttäuschte hier vor allem der MVP, der in den Spielen 2 und 3 nur vier seiner 21 Dreier traf. Glücklicherweise, aus Sicht der Warriors-Fans, besann sich Curry aber wieder auf seine Stärke und konnte in den folgenden Spielen mit besserer Quote überzeugen. Sein Buzzer-Beater von der eigenen Dreierlinie, zum Ende des dritten Viertels in Spiel 6, war dann ein weiteres Argument für seine Klasse und letztlich vielleicht auch die Entscheidung in dieser Serie. So tankte er zudem nochmal ordentlich Selbstvertrauen im Hinblick auf diese Serie.

Dabei kann er durchaus entspannt auf die bisherigen Ergebnisse gegen die Rockets zurück schauen. Klare Siege inkl. guter Leistungen von ihm geben Sicherheit und zeigten auf, wie man Houston schlagen kann.

Dabei scheint der Kader zudem die richtigen Gegenspieler zu haben, um es den Rockets schwer zu machen. Mit Thompson, Igoudala und Barnes hat man drei überragende Verteidiger, die Harden, Ariza und Brewer das Leben schwer machen können. Doch vor allem in der Offensive werden diese drei Spieler gefordert sein, vor allem dann wenn sie von Harden verteidigt werden.

Die Tatsache, dass Curry gegen Terry spielen muss scheint ein weiterer Vorteil für die Warriors, die Match-Up technisch daher auf den kleinen Positionen überlegen scheinen. Auch Andrew Bogut hat die Masse und Größe um gegen Howard mithalten zu können und mit Green, Lee, Speights und Ezeli hat man unter dem Korb weitere Optionen, die für Houston nicht leicht zu schlagen werden.

Speights wird dabei allerdings zunächst fehlen. Er laboriert an einer Wadenverletzung und fehlt in Spiel 1 auf jeden Fall. Trotzdem ist die Ausgangslage für die Warriors gut und sie sind der klare Favorit.

Situation Houston Rockets (2. Platz: 56 Siege – 26 Niederlagen)

  1. Runde: 4-1 gegen Portland Trail Blazers
  2. Runde: 4-3 gegen Los Angeles Clippers

Die Houston Rockets haben sich den Einzug in die Western Conference Finals verdient. Mit 1-3 lagen sie in der Serie gegen die Clippers bereits zurück, bevor sie auf 2-3 verkürzen konnten. In Spiel 6 präsentierte man sich aber zunächst nicht besonders gut und geriet immer mehr in Rückstand. Bei noch zwei Minuten Restspielzeit im dritten Viertel lagen sie mit 19 Punkten zurück und es sah so aus, als wäre die Saison der Rockets so gut wie vorbei.

Aber sie war eben nur so gut wie vorbei und Houston machte sich zu einem Wahnsinns-Comeback auf. Punkt und Punkt kämpften sie sich wieder heran und ein kompletter Einbruch der Clippers im vierten Viertel bescherte ihnen den Sieg und das alles entscheidende Spiel 7. Hier traten sie dann auch wie das bessere Team auf und machten die kleinen Sachen einfach besser. Dies war der Unterschied und am Ende zogen sie verdient in die nächste Runde ein.

Nun treffen sie auf die Warriors, gegen die man sich in der regulären Saison aber nicht so stark präsentierte. Doch die Rockets redeten sich nach der tollen Leistung in der letzten Runde stark und kommen zu Recht mit großem Selbstvertrauen in diese Serie. Zudem ist Dwight Howard wieder im Vollbesitz seiner Kräfte und verstärkt sein Team damit natürlich.

Das A und O wird für Howard und die Rockets wohl die Defensive werden. Schaffen sie es die Warriors einigermaßen zu kontrollieren, haben sie in der Offensive selbst genug Möglichkeiten zu punkten. Vor allem Ariza, Brewer und Howard werden hier als Top-Verteidiger gefordert sein, doch auch Harden, Terry und der Rest des Teams werden natürlich alles geben, um ihren Gegenspielern das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Eine weitere Option könnte sein, dass Tempo sehr hoch zu halten. Auch wenn die Warriors ein hohes Tempo sicher mitgehen können (wie die Clippers), sind sie Turnover anfällig und wie man gegen die Clippers sah, kann dieses Vorhaben funktionieren. Coach McHale und sein Trainer-Team werden sicher adäquate Mittel finden um den Warriors zuzusetzen und die Rockets werden wie schon gegen die Clippers auf ihre Chance lauern.  Abschreiben darf man sie jedenfalls nicht, vor allem nicht als Team, welches es auch durch gute Comebacks, in die Western Conference Finals geschafft hat.

X-Faktor: Harrison Barnes

Harrison Barnes könnte sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive eine entscheidende Rolle einnehmen. So wird er als guter Verteidiger sicher einige Minuten gegen Harden bekommen, aber auch gegen Ariza wichtig werden.  Zudem ist er in der Starting Five der wohl schwächste „kleine“ Spieler nach Curry und Thompson und könnte daher von James Harden verteidigt werden.

Auch wenn der Rockets-Guard seine Defensive verbesserte, ist er noch eine Schwachstelle der Rockets-Defensive, die die Warriors ausnutzen müssen. Hier kommt Harrison Barnes ins Spiel, der sich in der regulären Saison noch unauffällig gegen die Rockets präsentierte.

In den Playoffs ist seine Form ansteigend und nach 8,5 Punkten im Schnitt in Runde 1, zeigte er sich in Runde 2 mit 12,8 Punkten pro Spiel schon etwas gefährlicher. Spielt er gut, macht seine Hausaufgaben in der Defensive und kann zudem offensiv noch gefährlicher werden, könnte er den Unterschied in dieser Serie ausmachen.

Golden State Warriors – Memphis Grizzlies Serien-Tipp

Golden State ist der klare Favorit und auch wenn Speights an einer Verletzung leidet, ist sein eventueller Ausfall nicht so schlimm, als das er großen Einfluss auf den Ausgang der Serie nehmen wird.

Die Ergebnisse der regulären Saison sprechen für sich und auch der Auftritt in den Playoffs war von Golden State souveräner. Selbst gegen die Defensiv starken Grizzlies fanden die Warriors die richtigen Mittel und setzten sich am Ende klar durch.

Die Rockets taten sich insgesamt etwas schwerer, doch verdienten sich den Einzug in die Western Conference Finals ebenfalls. Vor allem das Comeback in Spiel 6 gegen die Clippers bleibt im Gedächtnis und die Tatsache, den 1-3 Serien-Rückstand gedreht zu haben gab eine Menge Selbstvertrauen.

Interessant genug ist die Serie trotz der klaren Rollenverteilung (Favorit – Underdog)  aber trotzdem und das Match-Up der MVP Favoriten Curry und Harden sorgt für zusätzliches Feuer. Am Ende sehe ich den Vorteil jedoch klar bei den Warriors und ich denke nicht, dass die Rockets eine Chance haben. Ein Sweep in den Conference Finals voraus zu sagen, wäre wohl vermessen, aber ich denke, dass die Serie trotzdem klar für Golden State endet. Sie gewinnen 4-1 und ziehen damit in fünf Spielen in die Finals ein.

Spiel 1:

Natürlich findet das erste Spiel in Golden State statt. Selbstverständlich hatten die Warriors auch die Chance die Rockets in den Playoffs intensiv zu scouten und sich die Schwachstellen anzuschauen. Steve Kerr und seine Trainerstab werden die Mannschaft entsprechend einstellen und ihnen klar machen, dass ein Heimsieg in Spiel 1 Pflicht ist um einerseits den Heimvorteil zu bewahren, aber andererseits vor allem die voller Selbstvertrauen antretenden Rockets wieder auf den Boden zurück zu holen.

Ich denke nicht, dass Golden State die Rockets unterschätzen wird und bereits in Spiel 1 klar zeigen will, warum sie die reguläre Saison so dominierten und daher auch als Favorit in dieses Spiel gehen.

Hack-a-Rocket (egal ob Howard, Smith oder sonst wer) wird dabei laut jüngsten Aussagen von Kerr wohl keine Rolle spielen. Der Coach glaubt an seine Mannschaft und die gute Defensive, die ihnen schon einige Siege sicherte.

Am Ende ist der Spread im ersten Spiel der Favoritenstellung entsprechend hoch, doch ich denke, dass die Warriors dem Druck der dadurch auf ihnen lastet, standhalten können. Ein intensives Spiel werden sie von Beginn an dominieren und am Ende das Spielfeld als Sieger verlassen.

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