NBA Nacht 12.04.2014

By | April 11, 2014

Und wieder hat die NBA mit 13 Spielen in der heutigen Nacht einiges zu bieten. Erstaunlich ist jedoch, dass viele von den Spielen im ersten Moment recht unbedeutend und klar scheinen, da viele Duelle zwischen Playoff-Kandidaten und Draft-Teams stattfinden.

Beispiele gefällig? Wizards-Magic, Bobcats-Celtics, Pistons-Bulls, Sixers-Grizzlies, Rockets-Wolves, Pelicans-Thunder, Blazers-Jazz oder zu guter Letzt das Spiel zwischen den Warriors und den Lakers. Da die Favoritenrollen hier klar verteilt sind und Ausrutscher aufgrund der spannenden Playoff-Situation kaum zu erwarten sind, haben wir uns in der heutigen Nacht auf andere Spiele konzentriert. Das Hauptaugenmerk fällt dabei natürlich auf das Top-Duell der Eastern Conference. Spiel Nummer 2 ist eine potentielle Erstrundenpartie der Western Conference und wir wollen mal sehen, wie die Chancen der Teams stehen.

Miami Heat (53-25) – Indiana Pacers (54-25)

Gut zweieinhalb Wochen nach ihrem letzten Aufeinandertreffen kommt es für die Heat und Pacers zum vierten und damit saisonabschließendem Match-Up. Dabei ist Spannung wieder vorprogrammiert, da beide Mannschaften im direkten Kampf um Platz 1 gleichauf sind und ein Sieg im direkten Duell einen klaren Vorteil bedeuten würde.

Doch bei genauerer Betrachtung der letzten Wochen stellt man fest, dass sowohl die Pacers als auch die Heat, derzeit weit von ihrer Topform entfernt sind.

Miami erzielte in den vergangenen 21 Spielen nur eine Bilanz von 10-11 und vergab dabei einige Chancen an den Pacers vorbeizuziehen. Doch Panik ist bei den Heat noch lange nicht angesagt. Wade, Allen, Oden, Battier, Chalmers oder Andersen sind nur einige Spieler die mehrere Partien aussetzten und den Kader so natürlich schwächten. Entsprechend ist Miami natürlich auch froh, noch immer nur einen Sieg hinter den Pacers zu stehen und so noch alle Möglichkeiten auf den 1. Platz zu haben. Die jüngsten Niederlagen werden dabei das Selbstvertrauen nur bedingt ankratzen.

So verloren sie mit 121-122 gegen die Wolves, bevor sie sich gegen New York durchsetzen. Eine weitere Niederlage gegen die Nets 87-88, mit einer zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidung sorgte für die zweite Niederlage in drei Spielen. Vorgestern Nacht kam es dann beim 102-107 gegen die Grizzlies zu der dritten Niederlage in den letzten vier Spielen, doch auch hier fehlten mit Wade, Haslem, Andersen, Oden, und Beasley einige wichtige Spieler.

Ob gegen Indiana alle wieder dabei sind ist unklar, doch auch der vorhandene Kader hat mit James, Bosh, Chalmers, Allen, Battier, Cole und Lewis noch immer genug gestandene Spieler die ein Spiel entscheiden können. Ein weiterer Punkt der Miami positiv stimmen sollte ist die derzeitige Krise der Pacers.Während die Heat nämlich nur 11 der 21 Spiele verloren kam es für die Pacers noch etwas schlimmer.

Sie verloren 12 der letzten 20 Spiele und  ließen dabei sogar bei ihren Siegen die Souveränität vermissen. Das einzige Spiel in dem Indiana Normalform zeigte war gegen Miami, als sie sich mit 84-83 Ende März durchsetzten. Doch auch hier hätte der getroffene Wurf in letzter Sekunde für ein anderes Ergebnis sorgen können.

Entsprechend schlecht ist die Stimmung bei den Pacers und die Gründe für die Niederlagen liegen weiter im Verborgenen. Der letzte Versuch von Coach Frank Vogel sein Team wieder zusammen zu führen, war alle Starter beim letzten Spiel gegen die Bucks draußen zu lassen. Indiana gewann durch einen Korb kurz vor dem Ende mit 104-102 und wusste die Blamage zu verhindern. Ob diese Maßnahme aber dazu führt, dass Indiana nun wieder zu ihrem erfolgreichen Stil zurückkehrt ist ein wenig zweifelhaft.

Immerhin stellen die anstehenden Spiele mit Miami und OKC schwere Aufgaben dar und mit guten Leistungen könnten sich eine gewisse Sicherheit für die Playoffs wieder geholt werden.

Es wird also spannend, da schwer zu sagen ist mit welchem Personal und vor allem in welcher Form die Teams antreten werden. Fest steht, dass ein Sieg für beide wichtig wäre, wenn man sich den Verlauf der vergangenen Wochen anschaut.

Meiner Ansicht nach hat Miami einen Vorteil. Sie spielen zu Hause und die schwachen Ergebnisse sind auf die fehlenden Mannschaftsteile zu schieben. Verkleinert Spoelstra die Rotation und reißen sich James und Co. zusammen können sie schneller wieder zu Topform finden. Indiana war einfach völlig von der Rolle und zeigte auch den Medien, dass sie ratlos sind, warum die Ergebnisse so schlecht waren.

Auch wenn dieses Spiel eine Initialzündung für Indiana sein könnte, denke ich, dass Miami sich durchsetzen wird und so ein klares Zeichen Richtung Indiana schickt. LeBron und Co. entscheiden das letzte Regular-Season Duell für sich.

Tipp: Spread -5,5 Miami Heat – 1,91 Bwin.de

San Antonio Spurs (61 – 18) – Phoenix Suns (47-31)

Während den Spurs der erste Platz wohl nur noch rechnerisch zu nehmen ist, stecken die Suns noch immer im Kampf ums Überleben auf den Playoff-Plätzen, haben aber alle Chancen diesen selbst zu entscheiden. So treffen sie nach dem heutigen Duell gegen die Spurs noch auf die Mavs und Grizzlies, mit denen sie sich um die Plätzen 7 und 8 streiten.

7. Dallas 48-31

8. Phoenix 47-31

9. Memphis 46-32

Der Tabellenausschnitt zeigt die prekäre Situation in der die Suns stecken und wie wichtig ein Sieg für sie wäre. Erfreulicherweise zeigten die bisherigen Spiele, dass sie nicht komplett chancenlos gegen San Antonio waren und ihr athletischer Spielstil unter Umständen genau das richtige Mittel sein könnte.

So ging Spiel Nummer 1 nur sehr knapp mit 96-99 verloren. Auch das zweite Spiel war durchaus knapp und am Ende setzten sich die Spurs mit 108-101 durch. Spiel Nummer 3 wurde dann zum Blow-Out für Phoenix. Sie gewannen mit 106-85 und wiesen San Antonio damit in ihre Schranken. Tony Parker fehlt dabei auf Seiten der Spurs. Die back-to-back-Spiele von San Antonio und die jüngste Verletzungspause von Parker, könnten auch heute auf ein Fehlen Parkers schließen lassen, was den Suns natürlich in die Karten spielen würde. 8 Siege in den letzten 10 Spielen, davon die letzten 2 in Folge zeigen zudem die gute Form der Suns und der Sieg über OKC belegte, dass Phoenix ernst zu nehmen ist.

San Antonio wurde nach der langen Siegesserie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Zunächst verloren sie gegen OKC. Auf den Sieg gegen Memphis folgte dann im letzten Spiel eine etwas überraschende Niederlage gegen die Wolves, bei der das Fehlen von Parker nicht kompensiert werden konnte.

Während Popovich den Rhythmus nicht verlieren will, ist trotzdem gut vorstellbar, dass er nun wieder anfängt auch Duncan und Co. zusätzliche Pause zu geben. Leider erfährt man dies häufig erst kurz Spielbeginn, so dass verlässliche Aussagen schwer zu treffen sind.

Selbst wenn diese Pausen nicht eintreten, denke ich, dass Phoenix gute Chancen auf den Sieg hat. Für sie geht es um alles und während San Antonio darum bemüht ist, sich vor den Playoffs nicht zu verletzten, muss Phoenix das letzte Hemd geben um Platz 7 oder 8 zu sichern.

Daher sehe ich Phoenix mit dem größeren Siegeswillen, sodass sie dieses Spiel für sich entscheiden und wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs einfahren.

Tipp: Spread Phoenix Suns (dürfte sich bei +6 einpendeln)

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